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1978 entstand ein Acrylglas-Objekt mit dem Titel AMO ERGO SUM. Es enthält 77 Acrylglas-Briefe, gefüllt mit Botschaften von mir und von anderen Menschen. Aus diesem Titel wurde im Laufe meiner künstlerischen Arbeit ein Lebensplan, den ich mit größtmöglicher Ausdauer zu verwirklichen trachte.
1988 drängte sich die Notwendigkeit auf, die letzten 20 Jahre in Form einer Publikation zu rekapitulieren bzw. zu dokumentieren. Als Ergebnis dieser Erinnerungsarbeit entstand die Trilogie AMO ERGO SUM mit ihren drei Teilen PORNOGRAFIE (Teil 1), IRONIE (Teil 2) und UTOPIE (Teil 3).
Diese Dreiteilung war in Anbetracht der Komplexität des Unterfangens nur eine Notlösung, ich fluktuiere daher bis heute permanent zwischen diesen drei Bereichen hin und her, mit der Absicht, eine dichtes, system-analysierendes Bezugsnetz zu weben. Konsequenterweise führt dies zu einer komplexen wechselseitigen Durchdringung aller drei Teile, was bedeutet, dass die PORNOGRAFIE ironisch und utopisch, die IRONIE pornografisch und utopisch und die UTOPIE pornografisch und ironisch schillert. In diesem Sinne wurde die Trilogie für mich die Ausgangsbasis und der Einstieg in ein Hypermedia-Projekt, welches für mich tagtäglich wieder faszinierend ist, weil es immer neue Verknüpfungen, Querverweise und (Zusatz)-Informationen selbst produziert bzw. von außen aufnehmen kann.
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